Schmela Haus Harald Falckenberg Peter Weibel

Annäherung an die ungekannte Zukunft
Ein Programm im Schmela Haus
Mit Futur 3 nimmt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen die Zukunft in den Blick. Nach der zunehmenden Abwendung von Zukunfts- und Utopiediskursen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stand in den letzten Jahrzehnten die Gegenwart im Zentrum gesellschaftlicher Interessen. Das Vortrags- und Diskussionsprogramm stellt die Frage nach dem Menschen, nach kulturellen Handlungen und den Entwicklungskräften der Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft in den Mittelpunkt.
Futur 3 eröffnet damit neue Felder der musealen Praxis. Als Annex-Gebäude in zentraler Lage stellt das Schmela Haus einen offenen Ort dar, an dem Programmatik und Praxis des Museums immer wieder neu zu verhandeln sind. Die strukturalistische Architektur, die für Zukunftsvisionen der 1960er und 1970er Jahre steht und den Menschen mit seinem archetypischen Verhalten ins Zentrum rückt, stellt Freiräume für kommende Diskurse und Fragestellungen eines Museums im 21. Jahrhundert bereit.
Futur 3 startet mit einer Gesprächsreihe zur Zukunft des Sammelns von und mit dem Autor und Publizisten Heinz-Norbert Jocks. Eingeladen sind namhafte Museumsleute, Privatsammler, Philosophen, Soziologen u.a., um die durch Globalisierung und Finanzkrise veränderten Bedingungen des privaten und öffentlichen Kunstsammelns zu erörtern. Was heißt überhaupt Sammeln? Welche Bedeutung hat es für die Zukunft? Wohin entwickelt sich die Beziehung von Kunst und Geld? Wie korrespondieren private Sammler und öffentliche Museen mit einander ?

http://www.kunstsammlung.de/entdecken/veranstaltungen/futur-3.html

Schmela Haus Futur in Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen

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Diskussionsprogramm und Praxis 1970er Jahre Schmela Haus

Schmela Haus – Interview-Gespräch mit Klaus Staeck – Gesamt

Das Fernsehen bietet keine Haltegriffe mehr…
[http://www.burg-halle.de/~jstahl/multiplikatoren/Staeck-Interview.htm]

Interview mit Klaus Staeck am 7. November 2000

Ein Gespräch mit Klaus Staeck auf der Art Cologne über multiple Art und die Kunst der 70er Jahre

Der 1938 in Pulsnitz bei Dresden geborene Heidelberger Grafiker Klaus war bisher an über 3000 Ausstellungen beteiligt. 1957 bis 1962 studierte er Jura in Heidelberg, 1969 legte er das Assessorexamen in Stuttgart ab. Schon während des Studiums entwarf er erste Postkarten; 1960 produzierte er das erste Plakat für den Heidelberger AstA. Mehr als vierzig Mal wurde er in Prozesse verwickelt, in denen versucht wurde, die Verbreitung einzelner kritischer Plakate und Aktionen zu verbieten.

Frage: Sie sind Mitgründer der Art Cologne und der “Aktion für mehr Demokratie”. Außerdem sind Sie Galerist, Verleger, Rechtsanwalt, und Aktionskünstler. Am bekanntesten sind sie jedoch für Ihre Postkarten und Plakate. Wie kam es dazu, daß Sie sich der Druckgrafik zuwandten ?

Klaus Staeck: Ich war immer jemand, der nicht zufrieden war mit dem relativ engen Galerierahmen, vom Museumsrahmen ganz zu schweigen, wo man als Anfänger keinen Zugang hat. Also habe ich immer nach Wegen gesucht, wie man Arbeiten vervielfältigen kann. Das begann mit Holzschnitten. Es waren anfangs eher abstrakte Arbeiten, dann ging ich über zu Karikaturen, bis ich sehr mühsam den Weg zum Plakatdruck fand. Anfangs habe ich für den AstA der Universität Heidelberg Plakate für die Asta Wahlen, für die Studentenbudensuche, und vergleichbare Dinge gemacht. Ich habe sie so angelegt, daß ich weiterdrucken konnte, wenn ich den Text wegließ, und hatte somit meine ersten eigenen Plakate.

Dann habe ich nach Wegen gesucht, um mehr Menschen zu erreichen als mit einer nummerierten, signierten Grafikauflage. Als 1971 in Nürnberg die große Dürer Jubiläums-Ausstellung war, habe ich überlegt, Litfaßsäulen anzumieten, [Anm.: um sie mit dem Plakat “Sozialfall” zu bekleben], ohne zu wissen, ob das überhaupt geht, und wie teuer es sein würde.

Aktion für mehr Demokratie Weg zum Plakatdruck Klaus Staeck

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