Goetz Adriani | Walter Smerling | Küppersmühle Duisburg and Markus Luepertz

Götz Adriani, Kuator der Ausstellung, und Walter Smerling, Direktor des Museums Küppersmühle, führen in die Ausstellung von Markus Lüpertz ein – Kunst die im Weg steht.

Presse – etc. Spiegel:

Ausstellung: Markus Lüpertz – „Kunst, die im Wege steht.“
Markus Lüpertz (geboren 1941) gehört zweifelsohne zu den bedeutendsten Vertretern der deutschen Nachkriegskunst. Sein Schaffensdrang scheint ungebrochen, wie erst der jüngst veröffentlichte Grafikzyklus „Arkadien“ bewies. Was indes bis heute entstand, lässt sich ab dem 18. März im MKM Museum Küppersmühle in Duisburg sehen. Die Heimstatt der Sammlung Ströher widmet dem Künstler eine Ausstellung, die von einigen seiner wichtigsten Malerei-Zyklen getragen wird. Unter anderem stellt sich der „Dädalus-Zyklus“ von 2002 der Gegenüberstellung mit ausgewählten aktuellen Werken.

http://www.galerie-breckner.de/ausstellung-markus-lupertz-kunst-die-im-wege-steht-die-grosen-zyklen/

21. März 2016 | 00.00 Uhr
Niederrhein
Küppersmühle zeigt größte Lüpertz-Schau weltweit
Niederrhein. Das Museum für moderne Kunst widmet dem Künstler eine Einzelausstellung mit mehr als 80 Werken. Von Peter Klucken

Er sei, so bekannte gestern Markus Lüpertz beim Pressegespräch im Museum Küppersmühle für Moderne Kunst, “mit klopfendem Herzen zur Ausstellung gekommen”. Denn einige der Werke, die nun dort gezeigt werden, habe er selber seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Als die Stimmung in der großen Presserunde gerade feierlich zu werden schien, fügte Lüpertz schmunzelnd hinzu: “Und ich finde meine Arbeiten immer noch großartig!” Selten hat ein Pressegespräch in einem Museum so viel Spaß gemacht wie das in der Küppersmühle. Dabei könnte man meinen, dass Markus Lüpertz, einer der ganz Großen der deutschen Gegenwartskunst und unbestreitbar der am elegantesten gekleidete Künstler weltweit, eine heikle Persönlichkeit ist. Doch Lüpertz erwies sich als unkomplizierter Plauderer, der keiner Frage aus dem Weg geht und jeden Fragesteller ernst zu nehmen scheint. Dabei könnte einen der Ausstellungstitel “Kunst, die im Wege steht” glauben lassen, dass wir es im MKM mit einer Künstlerpersönlichkeit zu tun haben, die sperrig, spröde und unnahbar ist. Das ist aber nicht der Fall. Lüpertz Presseauftritt kann mit dafür sorgen, dass die Duisburger Ausstellung, die wohl größte Lüpertz-Einzelausstellung, die jemals gezeigt wurde, ein Erfolg wird.

Zu sehen sind im MKM mehr als 80 Werke des Künstlers, der am 25. April 75 Jahr alt wird und der seit 50 Jahren ein Teil der deutschen Gegenwartskunst ist. Die ausgestellten Arbeiten sind allesamt Bestandteil der gigantischen Kunstsammlung von Sylvia und Ulrich Ströher, die so groß ist, dass sie nur teilweise im MKM gezeigt werden kann. Deshalb soll das Museum auch vergrößert werden (die RP berichtete).

Fast ging bei solcher Plauderei der Blick auf die einzigartige Ausstellung verloren. Wer das Museum betritt, bekommt zunächst einen kompakten Einstieg in das Gesamtschaffen des Künstlers. Danach geht es in lockerer Chronologie weiter. Neben vereinzelten Riesenformaten werden auch wichtige Zyklen aus verschiedenen Arbeitsphasen des Künstlers gezeigt, darunter der 33-teilige Dädalus-Zyklus oder die so genannte Parsifal-Reihe mit dem Untertitel “Männer ohne Frauen”. Lüpertz will, wie er gestern sagte, “nichts Neues” schaffen, sondern “Individuelles”.

Er reibt sich zwar auch an der Gegenwart, aber er setzt sich stärker als andere mit der Geschichte der Kunst auseinander. Im Katalog zur Ausstellung ist das prägnant beschrieben: Lüpertz besetze “ein Niemandsland zwischen dem Erbe deutscher expressiver Kunst und der klassischen Moderne…”

Er wird wohl auch nichts dagegen haben, wenn wir ihn als jovialen Malerfürsten bezeichnen.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/wesel/kueppersmuehle-zeigt-groesste-luepertz-schau-weltweit-aid-1.5850218

http://www.cultrd.us – comments –
Markus Lüpertz, Götz Adriani, Walter Smerling bestritten im Museum Küppersmühle die Pressekonferenz zur aktuellen Einzelausstellung des Groß-Meisters mit dem Titel “Kunst, die im Wege steht”.

Walter Smerling hingegen glänzte durchaus solide – er trug seinen Text blackoutfrei vor – so wie es sich für einen Museumsleiter gehört – souverän, nüchtern, sachlich – aus der inhaltlichen und fomellen Mitte heraus. Gemessen an einigen in “beseelter” Hausfrauenmanier geführten Museen und Kunstsammlungen in NRW gewinnt Walter Smerling durchaus an Farbe und Profil.

https://www.youtube.com/watch?v=aDF4YFQOkr0

Markus Lüpertz | Walter Smerling | Götz Adriani

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Markus Lüpertz Museum Küppersmühle Götz Adriani Georg Hornemann Kunst die im Wege steht

Markus Lüpertz, Götz Adriani, Walter Smerling bestritten im Museum Küppersmühle die Pressekonferenz zur aktuellen Einzelausstellung des Groß-Meisters mit dem Titel “Kunst, die im Wege steht”.
Meister Lüpertz war nicht nur in bester Laune, sondern brachte eine performative Glanzleistung – kraftvoll, charmant, wie immer redegewandt und überzeugend in der Darstellung seiner Vorstellungen von bildender Kunst und von sich selbst. Es funkelte und zischte als er mit sprühendem Elan zum Einen die von dem schmallippigen und 79 Jahre alten Götz Adriani kuratierte ( Lüpertz-) Show inhaltlich ausornamentierte und zum Anderen die nicht immer glücklich gestellten Fragen ausparierte. Er wirkte zurecht beseelt von sich und seinem hier anteilig gezeigten Werk. Gezeigt werden die “Schlüsselwerke” der Sammlung Ströher. [ Unerwähnt blieb in der Pressekonferenz, dass die bestehende Sammlung aus einer Zusammenführung der ehemaligen Sammlung von Hans Grothe ( Schwerpunkt Malerei 70er – 90er Jahre ) und der Sammlung von Sylvia und Ulrich Ströher (Schwerpunkt informelle Malerei ) entstanden ist ].

Auch in der Sachdiskussion konnte Markus Lüpertz dank seiner nord-böhmischen Retorik, seines Durchhalte- und Durchsetzungswillens und seiner charmanten Gewandtheit glänzen – in der Form brillierte er in maßgeschneiderter Nadelstreifenhose und ebensolcher Krawatte – zusätzlich ausgestattet mit goldenem Schmuck und Accessoires des Düsseldorfer Juweliers und Goldschmieds Georg Hornemann. Auch wenn es nicht ( jedem ) auffiel, dass er sich gerne in der permutativ und assoziativ vollzogenen Verknüpfung von Tautologien und inherenten Paradoxien verlor, spiegelt und / oder gründet sich der Lüpertz”sche Genius in einem spielerisch gelebten Eklektizismus, der bezeichnend ist / war für die aufkommenden und eifrigen Künstler der 70er und 80er. Er ist – unter einigen wenigen – wohl der letzte “große” und prägnanteste Künstler, der die “im Geiste” freien Jahrzehnte 70 und 80 repräsentiert. Und hier ging ja das Eklektische, das sich gegenseitig Befruchtende und das aus dem Kalkül heraus vollzogene Entlehen nicht-eigener Ideen ineinander über. Es ist anzunehmen, dass Markus Lüpertz wohl ein Produkt dieser Jahrzehnte ist – und nicht der 60er.

Wie dem auch sei – ein guter, großer Künstler hat nicht ausschließlich die Aufgabe mit profil-genauer analytischen Schärfe das ( gesellschaftliche ) Geschehen abzubilden – gute Künstler bereichern ( ! ) durch ihr Dasein das Geschehen – so wie Markus Lüpertz als Bereicherung des kulturellen Gefüges wirkt und wohl schon immer gewirkt hat – insbesondere in seiner Funktion als Rektor der Kunstakademie Düsseldorf. Insofern scheint es nicht erheblich, dass er mit der Überbewertung der “bildenden Kunst” hinsichtlich ihrer gesellschaftspolitischen Wirksamkeit wohl objektiv falsch liegt. Ist es doch gerade z.T. das Fehlen bzw. Manko an klaren, eindeutigen Leistungskriterien im Bereich der bildenden Kunst, das es solchen Persöhnlichkeiten die Möglichkeit bietet, zu brillieren, zu glänzen, zu unterhalten, zu blühen und zu strömen.
Markus Lüpertz bereichert die Welt – er ist der Prototyp des “Bereicherers”. Und somit rechtfertigt sich auch die der Lüpertz”schen Argumentation innewohnenden “Schelmigkeit” – die ohne Frage “böhmsche” Anteile trägt.

Demgegenüber wirkte – wie schon angemerkt – der Kurator der Ausstellung, Götz Adriani (79), etwas blass. Setzt man ihn relativ, so machte er den Eindruck eines “wankenden Leichtmatrosen” auf dünnem Eis – d.h. in der interaktiv vollzogenen Argumentation dünn – als befände er sich auf der Flucht.

Walter Smerling hingegen glänzte durchaus solide – er trug seinen Text blackoutfrei vor – so wie es sich für einen Museumsleiter gehört – souverän, nüchtern, sachlich – aus der inhaltlichen und fomellen Mitte heraus. Gemessen an einigen in “beseelter” Hausfrauenmanier geführten Museen und Kunstsammlungen in NRW gewinnt Walter Smerling durchaus an Farbe und Profil.

Pressespiegel:
Markus Lüpertz stellt in Duisburg aus: Rache am Banalen
Duisburg. Der große Auftritt ist ihm zu eigen. Neulich, so erzählte Markus Lüpertz gestern im Duisburger Museum Küppersmühle für Moderne Kunst (MKM), sei er Erster Klasse geflogen. Da habe eine Stewardess zu ihm gesagt, dass sie in ihren 20 Dienstjahren noch niemals zuvor einen so elegant gekleideten Herrn im Flugzeug, wohlgemerkt in der Ersten Klasse, gesehen habe. Da habe er sich umgeschaut und gedacht: “Sie hat wohl recht!” Es ist unterhaltsam, Markus Lüpertz zuzuhören. Da mischt sich Banales mit Philosophischem, da folgt auf den ironischen Plauderton der eine oder andere kunsthistorische Exkurs. Lüpertz ist ein Original und ein Repräsentant der deutschen Gegenwartskunst.

Markus Lüpertz | Götz Adriani | Walter Smerling in Küppersmühle

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Sylvia und Ulrich Ströher Dädalus-Zyklus

Museum Küppersmühle Küppersmühle Götz Walter Smerling

Markus Lüpertz Manfred Schoof Gerd Dudek Alexandra Kamp Galerie Breckner Palais Wittgenstein

Anläßlich der Kosmos Ausstellung in der Galerie Breckner spielte Markus Lüpertz mit TTT und Manfred Schoof, Gerd Dudek u.a. Buschi Niebergall im Palais Wittgenstein zur Kultur Düsseldorf mit einer Lesung von Alexandra Kamp.
Um Farb Unterschiede zu kompensieren, wurde das Ergebnis der Video-Berichterstattung mit der Aufzeichnung des Globe Unity Orchestra Konzertes November 7, 1970 in der Kongresshalle Berlin anlässlich der Berliner Jazztage unterlegt (composition by Manfred Schoof).
http://youtu.be/JDXq3n9D_yM

Ein neuer Gedichtband, ein Konzert, eine Lesung und eine Ausstellung: Das Programm für den Abend des 6. Mai 2014 versprach viel. Und es hielt alles! Rund 200 geladene Gäste kamen zunächst ins Palais Wittgenstein im Zentrum von Düsseldorf zu einem exklusiven Konzert von Markus Lüpertz und der Band “TTT”. Dort fand auch eine Lesung aus seinem neuen Gedichtband „gijo´ti:n?” statt. Die Schauspielerin Alexandra Kamp las aus dem im Verlag BuchKunst Kleinheinrich in Münster erschienenen, auf 77 Exemplare streng limitierten Werk. Konzert und Lesung wurden mit großem Applaus gewürdigt. Im Anschluss traf man sich in den Räumen der Galerie Breckner, wo die Vernissage der Ausstellung “Kosmos” stattfand. Hier wurde neben handaquarellierten Grafiken, die im Zuge der Buchpublikation entstanden, erstmals die Neuinterpretation der Holzschnittmappe “Mykenisches Lächeln” präsentiert. Die Mappe stammt ursprünglich aus dem Jahr 1986 und wurde 2013 vom Künstler in einem gänzlich veränderten Farbenkosmos in faszinierenden 10 Varianten neu aufgelegt. Diese Neuinterpretation wirkt moderner, kräftiger, die idol- oder maskenartigen Gesichte ziehen noch mehr in ihren Bann. Jede Mappe ist auf 5 Exemplare zzgl. e.a. limitiert.
http://www.galerie-breckner.de/ausste…

http://youtu.be/JDXq3n9D_yM

November 7, 1970
Kongresshalle – Berliner Jazztage
Berlin, Germany

composition by Manfred Schoof

Alexander von Schlippenbach – piano, percussion
Derek Bailey – electric guitar
Heinz Sauer – tenor saxophone, baritone saxophone, alto saxophone
Peter Brötzmann – tenor saxophone, baritone saxophone, basset horn
Evan Parker – tenor saxophone, soprano saxophone
Gerd Dudek – tenor saxophone, soprano saxophone, flute
Michel Pilz – bass clarinet, soprano saxophone, flute
Kenny Wheeler – trumpet, flugelhorn
Bernard Vitet – trumpet
Tomasz Stanko – trumpet
Manfred Schoof – trumpet, bach in d trumpet, flugelhorn
Albert Mangelsdorff – trombone
Malcolm Griffith – trombone
Paul Rutherford – trombone, althorn
Buschi Niebergall – bass trombone, contrabass
Peter Kowald – tuba, contrabass
Arjen Gorter – contrabass, electric bass guitar
Paul Lovens – drums, percussion
Han Bennink – drums, shellhorn, gachi, dhung (tibetan horn)

Markus Lüpertz Manfred Schoof Buschi Niebergall

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Galerie Breckner Globe Unity Orchestra Palais Wittgenstein