Part 3 Timm Ulrichs im Museum DKM Museum mit Christiane Möbus und Klaus Maas – Begehung

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Timm Ulrichs in der Begehung im Museum DKM Museum

Ulrichs arbeitet interdisziplinär. Er ist ein Vertreter von Neodadaismus, Body Art und Konzeptkunst. Ebenfalls beschäftigt sich Ulrichs mit Druckgrafik, dem Künstlerbuch und Performance-Kunst. Bekannt ist er darüber hinaus durch seine Beschäftigung mit der Sprache. Ulrichs setzt Tautologien, Paradoxien und Mehrdeutigkeiten in der Sprache – z. B.: „Am Anfang war das Wort am …“ – sowie verbale Begriffe künstlerisch, meist in Form von Plastiken oder Installationen, um.

Kontinuierlich hat Ulrichs auch Kunst im öffentlichen Raum betrieben. Große, oft themen- und standortbezogene Plastiken von Ulrichs sind u. a. vor dem Magdeburger Hauptbahnhof (Erd-Achse), nahe der Münchner Allianz-Arena in Fröttmaning (Versunkenes Dorf), im Freilichtmuseum Middelheim in Antwerpen (Musterhäuser, Typ Bomarzo), in der Altstadt von Recklinghausen (Das Ganze und die Teile), in Bergkamen “Pyramide zum Mittelpunkt der Erde”, in Mülheim/Ruhr-Styrum (Zwischen den Zeilen) und vor der Galerie Nordhorn (Der Findling) zu sehen.

Ulrichs ist seiner eigenen Definition zufolge ein Totalkünstler. Dieser Begriff lässt sich aus zwei Perspektiven betrachten. Zum einen durch die Heterogenität und Variabilität des Gesamtwerks, zum anderen verdankt er sich verschiedenen Inspirationsquellen und ist weniger als Etikett für Ulrichs´ einzelne Arbeiten, sondern als Formel für den gesamten und unabgeschlossenen Schaffensprozess zu verstehen. Im eigentlichen Sinne bezeichnet Ulrichs´ Auffassung von “Totalkunst” einen reflexiven ästhetischen Prozess, der geläufige Wahrnehmungsmuster und Weltsichten sensibilisiert und hinterfragt.

Im Jahr 1976 trat Ulrichs an den Tattoo-Künstler und Streckenbach Schüler Manfred Kohrs in Hannover heran, um sich im Rahmen eines Kunstprojektes ein Augenlid tätowieren zu lassen. “Mein Leben wird von der Geburt bis zum Tod ununterbrochen gefilmt”, plante Ulrichs bereits 1961. Auf sein rechtes Augenlid ließ er sich 1981 die Worte “The End” tätowieren[1] – der Abspann für den ultimativ letzten Film.[2][3]

[ http://de.wikipedia.org/wiki/Timm_Ulrichs ]

Totalkünstler DKM DKM Museum Timm Ulrichs Neodadaismus

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Part 2 Timm Ulrichs im Museum DKM Museum mit Christiane Möbus und Klaus Maas – Begehung

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Timm Ulrichs in der Begehung im Museum DKM Museum

Museum DKM: Aus einem Lager – Christiane Möbus und Timm Ulrichs bei Klaus Maas und Dirk Krämer
[ http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/kudo/art1541,1389670 ]

DUISBURG. “Sie ähneln sich überhaupt nicht und doch”, sagen Klaus Maas und Dirk Krämer, Stiftungsgründer des Museums DKM, über die Künstler Christiane Möbus und Timm Ulrichs. Beide zeigen derzeit im Duisburger Museum DKM ausgewählte Werke. Die Ausstellung zeigt spannende Wechselbezüge, erschließt Divergenzen und Parallelen.Von Julia Schemmer
Seit Jahren teilen sich Christiane Möbus und Timm Ulrichs ein Lager in Hannover – daher der Name der Austellung: “…aus einem Lager”. Sie erscheint wie ein willkürlicher Zusammenwurf: Nicht nur die Werke von Möbus und Ulrichs unterschieden sich; beide verfolgen auch in ihrem Einzelwerk keine klare Linie. “Ich habe kein monogames Verhältnis zu künstlerischen Ideen”, sagt Ulrichs über sein Werk.

“Auch für Linkshänder”
Da ist zum Beispiel Möbus” Werk “Auch für Linkshänder”, das so völlig von ihrem Mantel- und Tischobjekt abweicht. Zwei Geweihe hängen an der Wand, davor stehen drei Säulen gestapelter Gummiringe. Ein Wurfspiel? Möbus dachte zuerst selbst daran, Ringe auf die Geweihe zu werfen. “Das Spiel der Möglichkeit ist für meine Arbeit ganz wichtig”, sagt sie.
Auch Ulrichs lange nicht gezeigten Schwarz-Weiß-Fotografien von Löchern jeglicher Art in Bäumen – “Baum-Plomben und Prothesen” – fügen sich in kein Konzept.

Plötzlich werden Parallelen sichtbar
Zwischen dem Tischobjekt “Erika” von Möbus und Ulrichs Meilensteine sind plötzlich Parallelen sichtbar: “Die Meilensteine haben etwas mit Strecke zu tun und so ist es auch bei meinem Tischobjekt”, erklärt Möbus. Denn die innere Tischplatte dreht sich beständig im Kreis und gibt einmal pro Runde – nach einer gewissen Strecke – den Blick in ein Gefäß unter dem Tisch frei.
Auch persönliche Beziehungen der beiden Künstler wirken mit. “San Gimignano” heißt Ulrichs Installation, in der er mit umgedrehten Holztischen die Skyline der italienischen Stadt darstellt. Inspiriert wurde er zu dieser Arbeit durch eine Postkarte, die ihm einst aus Italien geschickt wurde – von Christiane Möbus.
Museum DKM: “… aus einem Lager”, Güntherstr. 13-15, bis 2.4.12, Mo/Fr/Sa/So 12-18 Uhr.

[ http://www.ruhrnachrichten.de/nachrichten/kultur/kudo/art1541,1389670 ]

DKM monogames Verhältnis DKM Museum Timm Ulrichs

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Part 1 Timm Ulrichs im Museum DKM Museum mit Christiane Möbus und Klaus Maas – Begehung

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Timm Ulrichs in der Begehung im Museum DKM Museum

Timm Ulrichs wuchs in Wildeshausen und Bremen auf, wo er 1959 sein Abitur ablegte. Er begann anschließend ein Architekturstudium an der Technischen Hochschule Hannover, das er 1966 nach dem Vordiplom abbrach.
Als ´Totalkünstler´ ist Ulrichs seit 1959 aktiv. In diesem Jahr gründete Ulrichs die ´Werbezentrale für Totalkunst, Banalismus und Extemporismus´ in Hannover, die zur Verbreitung, Entwicklung und Produktion von Totalkunst dienen sollte. Weiterhin erklärte er sich 1961 zum ´ersten lebenden Kunstwerk´ und organisierte 1966 eine öffentliche ´Selbstausstellung´ in Frankfurt am Main. Ulrichs war von 1969 bis 1970 Gastprofessor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig und von 1972 bis 2005 Professor für Bildhauerei und Totalkunst am Institut für Kunsterzieher Münster (seit 1987 Staatliche Kunstakademie Münster). 1970 fand seine erste Totalkunst-Retrospektive in Krefeld statt, sieben Jahre später war er Teilnehmer der Documenta 6 in Kassel. Große Einzelschauen fanden 1980 in Lüdenscheid, 1991 in Madrid und Recklinghausen, 2001 in Antwerpen (Plastik und Skulpturen) sowie 2002 in Hannover (Druckgrafik) statt.
Testamentarisch erklärte Timm Ulrichs seine Bereitschaft, sich nach seinem Tod in der Kasseler Künstler-Nekropole bestatten zu lassen.

[ http://de.wikipedia.org/wiki/Timm_Ulrichs ]

Timm Ulrichs Museum DKM Kunstakademie Münster Künstler-Nekropole

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