Expanded Journalism NRW Forum Düsseldorf und Alain Bieber im Weltkunstzimmer

Expanded Journalism im NRW Forum Düsseldorf und Alain Bieber im Weltkunstzimmer – Mittwoch, 22. April, 19 Uhr

Expanded Journalism – Kunst im Fernseh- und Online- Journalismus Alain Bieber im Gespräch mit Sabine Maria Schmidt Alain Bieber (geb. 1978) ist deutsch-französischer Journalist, Autor, Kurator für zeitgenössische Kunst und Chefredakteur von ARTE Creative. Ab dem 1. April 2015 ist er als künstlerischer Leiter des NRW-Forum Düsseldorf tätig.
Sabine Maria Schmidt ist Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte und Kunstkritikerin und war seit 1997 an verschiedenen Museen (u.A. Kunsthalle Bremen, Lehmbruck Museum, Museum Folkwang) und als freiberufliche Kuratorin tätig. Seit dem 1. Februar unterstützt sie konzeptuell das Team im WELTKUNSTZIMMER.
http://weltkunstzimmer.de/weltkunstzimmer-home/details/news/neue-veranstaltungsreihe-im-weltkunstzimmer/;
http://www.wz-newsline.de/lokales/duesseldorf/alain-bieber-die-affen-selfies-sind-superlustig-1.1841313.
Alain Bieber: Die Affen-Selfies sind superlustig
Von Helga Meister
Alain Bieber will mit seinen Ausstellungen vor allem den Besuchern viel Spaß machen.
Alain Bieber hat, wenn er redet, oft sein Laptop bei sich. Er ist mit den neuen Medien aufgewachsen und will sie in Düsseldorf fördern.
Alain Bieber hat, wenn er redet, oft sein Laptop bei sich. Er ist mit den neuen Medien aufgewachsen und will sie in Düsseldorf fördern. David Young Alain Bieber hat, wenn er redet, oft sein Laptop bei sich. Er ist mit den neuen Medien aufgewachsen und will sie in Düsseldorf fördern. Düsseldorf. Ab April ist Alain Bieber, Jg. 1978, Leiter des NRW-Forums. Der Sohn einer Französin und eines Deutschen ist gleichsam seit seiner Geburt vernetzt. Digitale Trends, internationale Partnerschaften und ein Museum ohne Langeweile will er am Ehrenhof schaffen. Angefangen hat er it Kissenschlachten und einem Streetartmusical.

Ein Gespräch.
WZ: Herr Bieber, Sie haben sich 2006 bei Spencer Tunick im Ehrenhof nackt eingebracht.
Sie lieben Events?
Alain Bieber: Ja, ich war 28 Jahre alt und im Volontariat bei der Zeitschrift Max in Hamburg und habe über die Aktion eine Reportage geschrieben. Ich erinnere mich noch sehr genau daran, weil es extrem kalt war. Aber man kam sofort ins Gespräch mit den Leuten. Das einzige Problem war, dass ich, so nackt wie ich war, keinen Block und keinen Stift hatte.
Die Aktion lief über das Museum Kunstpalast. Werden sie zusammenarbeiten?
Bieber: Kooperationen sind superwichtig. Ich habe schon die Anfrage der Tonhalle, ob man zum New Fall Festival, das u.a. in der Tonhalle stattfindet, etwas zusammenmachen kann. Der Deutsch-Franzose, Jg. 1978, ist ab 1. April künstlerischer Leiter des NRW-Forums. Bis März ist er Chefredakteuer des TV-Senders Arte Creativ in Straßburg. Zuvor war er Ressortleiter Magazin und Online-Chef beim Kunstmagazin ART.
Bei Ihrem Auftritt im Internet lieben Sie Vokabeln wie Rebel Art, Culture Jamming, Adbusting, Hacktivisten und Net Aktivisten. Wollen Sie die Guerilla-Bewegung nach Düsseldorf bringen?
Sie starteten als illegaler Kurator. Was haben Sie da gemacht? Und wie sehen Sie sich jetzt als Kurator?
Bieber: Es ist ja relativ schwer, die jungen Menschen in die Museen zu holen. Ich gehe einfach dahin, wo die Leute sind. Ich habe eine Indoor-Aktion mit Künstlern im Hamburger Max Bahr-Baumarkt gemacht. Aus dem Material vor Ort wurden Skulpturen. Die Aktion war nicht angemeldet.
Gab es legale Ausstellungen?
Bieber: Natürlich, u.a. am Haus für Elektronische Künste in Basel habe ich eine spielbare Gruppenausstellung mit Arcade-Maschinen organisiert.
Was sagen Sie zur hiesigen Medienkunstszene?
Bieber: In diesem Bereich passiert in Düsseldorf sehr wenig. Da kann ich viel einbringen.
Bei Ihrem Streetartmusical in Hamburg gab es Ärger. Was war da los?
Bieber: Der Künstler Bronco hatte einen Text, den ich mit richtigen Musical-Darstellern in Hamburg aufgeführt habe. Wir hatten falsche Polizisten zum Mitspielen. Das sorgte etwas für Verwirrung auf der Straße. Solche Fun-Projekte realisierte ich in meiner Freizeit.
Sie sprechen gern von der Spaßkultur. Was wollen Sie?
Bieber: Das Leben muss Spaß machen. Ich möchte Spaß haben und Spaß bringen. Kunst und Kultur kommen oft zu elitär, für viele abstoßend daher, weil die Intellektuellen zu verkopft sind. Ich meine, die Verpackung kann poppig sein, aber der Inhalt kann sehr anspruchsvoll sein.
Für jeden etwas? Wie wollen Sie das machen?
Bieber: Wir haben „Selfie“ als leicht klingendes Oberthema für meine Ausstellung am 19. September. Das Thema lockt an. Aber dahinter stecken andere Themen, zur Selbstinszenierung im Netz, zur digitalen Identität.
Etwas konkreter?

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