Sport Kultur Düsseldorf – Flüchtlinge und Kickwinkel

Flüchtlinge Düsseldorf und Integration
Am 26.2.2016 fand die Pressekonferenz zum Projekt Kickwinkel bei der Agon 08 der Partner Düsseldorfer Jonges, ERGO, ARAG SE, Fritz Henkel Stiftung statt. Heike Poganaz und Walter Rudolph stellten sich einem Interview und formulierten ihre Statements.

Pressespiegel: Flüchtlinge spielen in Düsseldorf Fußball
Von Tino Hermanns

Die Düsseldorfer Jonges helfen unbegleitet geflüchteten Jugendlichen mit dem Fußballcamp “Kickwinkel”. Einige Spieler haben gute Chancen im Verein.
Düsseldorf. Die Düsseldorfer Jonges sind ja nicht gerade für ihre Jugendarbeit bekannt. Dennoch schafft es der Heimatverein indirekt zweimal wöchentlich 20 13- bis 17-jährigen Jungs ein breites, glückliches Grinsen ins Gesicht zu zaubern. Zusammen mit der Fritz Henkel Stiftung, den Versicherungen Ergo und Arag sowie der Kommunikationsagentur Kunst und Kollegen initiierten die meist gar nicht mehr so jungen Jonges ein Fußballcamp für unbegleitet geflüchtete Jugendliche, “Kickwinkel” genannt. Mit dem DJK Agon 08 war schnell ein Verein mit Erfahrung in sozialen Projekten und mit geeigneter Sportanlage gefunden.
Viele sprechen schon Fußball-deutsch

“Wir haben die Testphase hinter uns gebracht. Wir wollten wissen, ob das, was wir uns vorgestellt haben, auch funktioniert”, erläutert Jonges Baas Wolfgang Rolshoven. “Und es funktioniert.” Bei den Übungseinheiten verzichtet Agon bewusst auf Übersetzer. Die “Kickwinkel-Amtssprache” ist Deutsch. Der Grund: “Sport kann man auch bildlich, also durch Vormachen vermitteln”, erklärt Agon-Vorsitzender Manfred Novacek. “Aber viele der Jungs, die jetzt seit Mitte Januar zu uns kommen, sprechen schon Fußball-deutsch.” Wenn die Nachwuchskicker aus dem Iran, Irak, Gambia, Guinea oder Eritrea den grünen Kunstrasen betreten, dann gibt es keine Nationalitätsdifferenzen, keine kulturellen Unterschiede, dann gehören alle der “Globalnation” Fußball an. “Wir haben ganz genau hingesehen, wir haben keine einzige Streitigkeit registriert”, sagt Novacek.

Durch den Sport werden ohne erhobenen Zeigefinger Werte und Tugenden vermittelt und so die Integrationsfähigkeit und -bereitschaft extrem erhöht. Das ist den Initiatoren für das auf drei Jahre angelegte Projekt insgesamt 160 000 Euro wert. Davon werden die Trainer, nach jedem Training ein gemeinsames Mittagessen, Hygieneartikel und noch so einiges mehr finanziert. “Es gibt auch einige Spieler, die gute Chancen im Verein haben”, verrät Agon-Fußballtrainer Pascal Durwen. Er hat so einige im Blick, die er demnächst ansprechen wird, mal zum Clubtraining zu kommen.
waz.m.derwesten.de/dw/staedte/duesseldor­f/fluechtlinge-spielen-in-duesseldorf-fu­ssball-id11609821.html?service=mobile

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