Margarethe von Trotta – Volker Schlöndorff – Helmut-Käutner-Preis – Düsseldorf Kultur

Margarethe von Trotta wurde mit dem Helmut-Käutner-Preis der Düsseldorf Kultur ausgezeichnet. Volker Schlöndorff hielt die Laudatio – Günter Lamprecht gratulierte u.a.

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Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Schauspielerin Margarethe von Trotta wurde am Freitag, 12. Mai, mit dem Helmut-Käutner-Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der Regisseur Volker Schlöndorff.

Oberbürgermeister Thomas Geisel überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Filmpreis im Rahmen eines Festaktes im Plenarsaal des Rathauses. Der Preis wurde zum 15. Mal vergeben.

Margarethe von Trotta: “Ich freue mich wirklich sehr über den Preis. Damit habe nicht gerechnet. Umso größer ist jetzt die Überraschung. Ich gehöre der Generation an, die den deutschen Film vor uns als ´Opas Kino´ abgetan hat. Im Nachhinein muss ich sagen, dass das ein Fehler war. Gerade Helmut Käutner hat beeindruckende Filmwerke geschaffen. Über die Auszeichnung aus Düsseldorf freue ich mich auch deshalb sehr, weil ich hier aufgewachsen bin und sowohl die Stadt als auch Nordrhein-Westfalen Heimat für mich sind.”

Die Jury des Helmut-Käutner-Preises traf ihre Entscheidung am Samstag, 26. November. In der Begründung heißt es: “Margarethe von Trotta ist eine der wichtigsten Regisseurinnen des deutschen Kinos. Mit ihren Biografien widerständiger Frauen in Filmen wie ´Rosa Luxemburg´ oder ´Rosenstraße´ hat sie den deutschen Film seit den siebziger Jahren geprägt und eine nachfolgende Generation von Regisseuren und Regisseurinnen inspiriert. Sie hat mit ihren Filmen immer wieder Bruchstellen der Historie aufgesucht. In Werken wie ´Die bleierne Zeit´, ´Hildegard von Bingen´ oder ´Hannah Arendt´ zeigte sie sich zugleich als profunde Chronistin deutscher Geschichte und als Persönlichkeit, die den gesellschaftspolitischen Diskurs nachhaltig beeinflusst.”

Die Laudatio hielt Regisseur Volker Schlöndorff. Über die Preisträgerin sagt er: “Die Rolle, die ich ihr damals angeboten hatte, war im BAAL, an der Seite von Rainer Werner Fassbinder. In ihren Szenen hatte ich gespürt, zu welcher Hingabe sie fähig war, wie viel Trauer und Verzweiflung sie beutelte, welche Lebensfreude aus ihren blauen Augen strahlte und wie viel ernster sie war, als ihre zur Schau getragene Libertinage glauben machen sollte. Sie war intelligent, schlagfertig, eine wirklich erwachsene Frau, dabei verletzbar wie das kleine Mädchen mit der Schleife im Haar, das sie mir auf einem Foto zeigte.

Helmut-Käutner-Preis | Margarethe von Trotta

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