Kö-Bogen von Daniel Libeskind mit 701 kunst & Blended Generations u.a. mit Chris Reinecke und Tal R

Im Kö-Bogen von Daniel Libeskind in Düsseldorf organisierte die 701 kunst die Blended Generations als Gruppenaustellung kuratiert von Pia Witzmann, Gregor Jansen – u.a. mit Chris Reinecke,Tal R, Georg Herold, Harald Klingelhöller, Katharina Sieverding, Benjamin Houlihan, Liv Schwenk, Jörg Gelbke, Henry Staschik, Ali Altin, Jochen Goerlach, Taka Kagitomi, Mareike Foecking, David Lieske, Pola Sieverding,
Pia Stadtbäumer, Max Frisinger, Natalia Stachon.
Die elegant geformte Kurvenlinie des Gebäudes im Verbund mit den in die Fassade vertikal gepflanzten Bäumen und Sträuchern schließt passgenau die städtebauliche „Fehlstelle“ des Schadowplatzes.
http://www.701kunst.de/ausstellungen/vorschau/blended-generations.html

Die Straßenbahnen der Linien 701, 706 und 715 ändern ihre Wege. Nachtbusse fahren mehr Haltestellen an.
Linie 701: Diese Linie wird unterbrochen.
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/baustelle-koe-bogen-bahnen-fahren-umleitungen-aid-1.3124460

Was soll man zu einer Ausstellung sagen, die auf einer spektakulären Baustelle stattfindet? – Na ja: schöne Baustelle!
Wie sich da aus dem rohen Betonboden allerhand bunte, attraktive Leitungen, armdicke Kabel, Rohre emporranken und die schönsten, silbrig verpackten Lüftungsschächte an den Decken entlangmeandern. Diese XXL-Installation Rohbau auf gut 2.500 Quadratmetern im leerstehenden 4. Obergeschoss des Kö-Bogens allein wäre der Hammer. Die gut zweihundert Meter breite, höchst elegante über mehrere Kurven sich erstreckende Fensterfront bietet dazu einen derart famosen Panoramablick vom Hofgarten bis hinüber auf die Düsseldorfer City mit Dreischeibenhaus, Schadowstraße und Schadowplatz, daß einem schier der Atem steckenbleibt. Denn auch hier, zu Füßen des Betrachters, herrscht Baustelle. Derzeit die größte Baustelle in einer City. Und zwischen durch das schönste Bausstellenchaos kurvt unverdrossen die Rheinbahn als sei alles nur Modelleisenbahn.
Was die Kunst hier soll, um die es doch vorgeblich und eigentlich geht, wird nicht klar.
Ja, die Veranstalter wissen es scheints auch nicht – und damit wird die Sache fatal. Sie suchen das Spektakel. Sie verstehen ihr Geschäft und haben gewonnen, bevor die Ausstellung überhaupt eröffnet ist. Bloß, was soll die Kunst hier oben? Sie wird einmal mehr verschlissen für ein Stadtmarketing, oder sonst einen vermeintlich guten Zweck, oder doch nur die gefällige Imagepolitur des Veranstalters. 0715. Kunst hat hier keine Chance und nichts verloren.
Zur Vorbesichtigung wurde „die Presse“ eingeladen.Gerne auch mit ein paar kritischen Anmerkungen. Damit wird sie Teil der Erfolgsgeschichte und Teil der üblen Absprache. Denn zur Vorbesichtigung gab es nichts zu sehen. Jedenfalls keine Kunst. Die schien ja ohnehin nur den Anlaß für eine weiteres Event in teuerster Citylage zu bieten. Schon üblich, schon einerlei. Doch so betonhart wie hier im Kö-Bogen wurde das selten vorgeführt.
Bei der Vorbesichtigung gab es nur Baustelle mit zwischendrin halbgehangenen und dreiviertelgaren Kunstwerken, sauber verstreut auf luftigen 2500 Quadratmetern, die sehr zum Bedauern der Eigentümer wie der „developer“ immer noch nicht vermietet werden konnten. Mietpreisvorstellung 30 Euro pro Quadratmeter.
Zwischendrin kann die Kunst hier rein.
Das ist zeitlich wie räumlich zu verstehen. Unter der Kunstetage auf Zeit verkauft Breuninger, was manche unter Mode verstehen und eine Etage darüber hat sich eine Personalagentur eingemietet, für Leute, die Karriere als Beruf ansehen.
Da standen die beiden Kuratoren, die sehr ernste Pia Witzmann und der stets gut gelaunte Gregor Jansen, inmitten der schönen Baustelle und ihrer ganz und gar unfertigen Ausstellung und erklärten lang und breit, was nun gar nicht zu sehen war. Es war ihnen scheints nicht so wichtig.
Überdies, was soll man von einem Austellungskonzept halten, das von einer anderen Ausstellung abgekupfert ist und schon damals scheiterte. „Der Westen leuchtet“ verleitete 2010 im Kunstmuseum Bonn renommierte Star-Künstler dazu, einen jungen Künstler ihrer Wahl einzuladen. Das führte prompt zu Seil- und Sippschaften und privat motivierten Abhängigkeiten. So auch im Kö-Bogen bei „Blended Generations“. Hier zog Katharina Sieverding ihre Tochter Pola nach. Wer soll nun aber wissen, warum Pola Sieverding an dieser kuratierten Kunstausstellung beteiligt ist: als Künstlerin oder als Tochter? Anderen, weniger offensichtlichen Abhängigkeiten und Verschwiemelungen wollen wir hier lieber nicht nachgehen. Ein trübes Thema ohnehin.
Warum diese Ausstellungen solchen Usancen aber Tür und Tor öffnet, hat wohl damit zu tun, dass es hier ohnehin nicht um Kunst geht.
http://www.eiskellerberg.tv/allgemein-artikeldetail-txt/items/vorsicht-baustelle.html

http://daniel-libeskind.com/projects/k%C3%B6-bogen-d%C3%BCsseldorf/images

Kö-Bogen 701kunst Chris Reinecke Gregor Jansen Taka Kagitomi

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