Pinault Collection Museum Folkwang Philippe Etienne Jean-Jacques Aillagnon Tobia Bezzola

Eine Auswahl der Werke der Pinault Collection wird im Museum Folkwang vorgestellt – zur Eröffnung anwesend: Philippe Etienne, Jean-Jacques Aillagnon, Tobia Bezzola, Thomas Jufen, Martin Bethenod, Florian Ebner, Francois Pinault.

Dancing with Myself
Selbstporträt und Selbst-erfindung. Werke aus der Sammlung Pinault
7. Oktober 2016 – 15. Januar 2017

Künstler:
Adel Abdessemed, Alighiero Boetti, Claude Cahun, Maurizio Cattelan, John Coplans, Urs Fischer, LaToya Ruby Frazier, Lee Friedlander, Gilbert & George, Robert Gober, Nan Goldin, Félix González-Torres, Rodney Graham, David Hammons, Roni Horn, Kimsooja, Martin Kippenberger, Kurt Kranz, Urs Lüthi, Steve McQueen, Boris Mikhaïlov, Bruce Nauman, Paulo Nazareth, Helmut Newton, Roman Opalka, William Pope.L, Arnulf Rainer, Charles Ray, Lili Reynaud-Dewar, Ulrike Rosenbach, Allan Sekula, Cindy Sherman, Jo Spence, Hito Steyerl, Rudolf Stingel, Alina Szapocznikow

Die große Ausstellungshalle des Museum Folkwang steht vom
7. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017 ganz im Zeichen der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Selbst. Was die Arbeiten verbindet, ist die vielfältige Präsenz des Künstlers und der Künstlerin im eigenen Werk. Zum ersten Mal ist damit die herausragende Sammlung von François Pinault in diesem Umfang in Deutschland zu sehen. Dancing with Myself ist ein spielerischer, poetischer, politischer, und wilder Tanz durch die Gegenwartskunst seit Ende der 1960er Jahre bis in unsere Zeit.

In Dancing with Myself haben die Künstler und Künstlerinnen ihren großen Auftritt. Sie sind die Akteure und das Ausgangsmaterial für ihre eigenen Arbeiten – ihre Körper, ihre Biografien, ihre sozialen oder sexuellen Identitäten, ihr Humor, ihre Melancholien. Jenseits des klassischen Selbstporträts spielt die Ausstellung auf der Tastatur der künstlerischen Temperamente und Haltungen.

Dancing with Myself ist zugleich ein großartiges mediales Cross-Over. Die großen Formate der Malerei treffen auf raumgreifende Videoinstallationen, Fotografie gewordene Körper treffen auf skulpturale Fragmente. Der Fotoapparat, die Video- oder Filmkamera, die Leinwand, der Raum, die konzeptuelle Geste – in sie schreiben sich die Künstler und Künstlerinnen ein. Der Körper wird zu einem kindlich-dadaistischen Werkzeug, das Performative zur hauptsächlichen Darstellungsform. Die Bilder werden zu produktiven (Zerr-)Spiegeln von Körper und Identitäten im späten 20. und frühen 21. Jahrhundert.

Dancing with Myself ist aber auch ein wilder Ritt durch die Kunstgeschichte der letzten 50 Jahre. Was besaß noch Wahrheit und Gültigkeit in den 1970er Jahren – außer der Erfahrung des eigenen Körpers? Die damalige postmoderne Ironie und Infragestellung von Selbstbildern und Rollenklischees trifft nun auf eine Haltung von jungen Künstlerinnen und Künstlern, die wieder einen festen sozialen und politischen Standort haben, die ihre eigene Biografie und ihren Körper benutzen, um Stellung zu beziehen in den Verwerfungen einer globalisierten und ungleichen Welt.

Dancing with Myself ist eine Ausstellung des Museum Folkwang und der Pinault Collection. Gefördert vom Programm Jeunes Commissaires des Bureau des arts plastiques et de l’architecture des Institut français.
https://www.museum-folkwang.de/de/akt…

Dancing with Myself”
Kulturthema am 6.10.2016 von Dorothea Breit

Das Museum Folkwang in Essen widmet sich in einer facettenreichen Schau der Selbstdarstellung des Künstlers im eigenen Werk.
Ein spielerischer, poetischer und politischer Tanz durch die Kunst vom Ende der 1960er Jahre bis in die Gegenwart, so heißt es in der Ankündigung. Ab morgen, dem 7. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017 zu sehen.

Florian Ebner ist einer der zwei Kuratoren am Museum Folkwang in Essen, die gemeinsam mit Martin Bethinoit, dem Direktor der Pinault Collection die Ausstellung “Dancing with Myself” entworfen haben.

“Das Thema entstand wirklich eigentlich in dem Blick darauf, was gibt es alles in dieser Sammlung zu entdecken, auch an Crossover der verschiedenen Medien, es gibt Video, es gibt Malerei, Fotografie und in diesem Prozess hat Martin Bethinoit darauf verwiesen auf die Bedeutung, in der viele Arbeiten die Präsenz und Nichtpräsenz des Künstlers – Präsenz in dem Sinne, dass er immer als Akteur auftritt, Nichtpräsenz in dem Sinne, dass sehr spielerisch mit diesem Selbst in der Kunst der Gegenwart umgegangen ist.” Florian Ebner

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