Rosenfest 2016 Claude Oliver Rudolph Mona Muhr Grupello 8 Nicohle Rose Kultur Düsseldorf

Das Rosenfest 2016 fand am 17.09.2016 in der Grupellostr. 8 (Kultur Düsseldorf) statt. Glücklicherweise anwesend waren u.a. Claude Oliver Rudolph und Mona Muhr.

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Nikki kuschelte sich Trost suchend in die Arme des Woolfs. Vorsichtig. Damit die Drei Wetter Taft Turm Frisur nicht ruiniert wurde. Sie suchte Schutz. Ausgerechnet bei Mister Desaster persönlich… Ein naives Lächeln voll Liebesverblendung erstrahlte auf ihren heute himbeerfarbenen Rosenlippen. An der Seite ihres Geliebten fühlte sie sich unbesiegbar. Ganz anders stand es um die Gefühlswelt ihres Geliebten. Woolf starrte sinnierend aus dem Fenster. Er war in seiner alles andere als farbfrohen Gedankenwelt und düstersten Fantasien verloren. Die Schmähungen des Aufenthalts in Deutschland setzten ihm derb zu. Das Leben hatte ihm die Rechnung serviert. Sie war blutrot. Seine Söhne hatten ihn verraten. Sein Ex Weib wollte ihn im Knast sehen. Er war ein abhängiger Appendix seiner Rose. Ein Gefangener im Fallstrick der Ehe. Gebändigt und gezähmt wie ein Säbelzahntiger im Zoo. Ein weißer Hai im Aquarium. Sein Stolz war gefährlich verletzt. Die Pleitegeier schwebten über ihm! Sein Leben lang! Er hörte sie laut und hämisch singen. „Ahahahah!“ Die Melodie des Spottes klang schäbig. Woolf war wütend. Er hatte die Arschkarte des Universums gezogen! Sein Schicksal war die reinste Schikane! Er hatte keine Mittel mehr, sich zu wehren…

Er war fünfzig und so grau wie ein Grab. Fazit seines Lebens: komplettes Versagen! Er konnte nicht mehr verhehlen: Er war ein Wrack von Mensch. Ein müder alter Mann der nur noch Hass empfand. Selbst sein teerreicher Treibstoff wurde rar. Zigaretten musste er wohl bald rationieren. Drogen schon seit Langem. Rock & Roll Lifestyle? Fehlanzeige. Das im Leben des KINGOFROCK. Was war mit dem Sex? Den Weibern? Erotischer Ekstase? In der letzten Zeit war er allzu monogam und hatte „Blümchensex“. Ausschließlich mit der Rose. Er verkam zum SPIESSER! Diese Spezie entsprach ganz und gar nicht seinem Selbstbild! Das musste er umgehend umkehren! Koste es was es wolle. Geld war doch sowieso billiges Papier zum Arsch abwischen befand er, der noch keines verdient hatte… Wozu gab es die Weiber? Er hatte schließlich den schönsten Schwanz der Welt. Den ließ er sich bezahlen.

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Nikki Rose fühlte sich unwohl angesichts der Aufmerksamkeit, die sie so offensichtlich erweckte. Den Blicken und Kommentaren der Balzbayern und Zimtzicken ausgesetzt. Isoliert in dem internen Exil ihrer Außergewöhnlichkeit. Doch in der noch einsameren Wohnung und allein mit den Schatten der Vergangenheit konnte sie nicht bleiben. Bewaffnet mit Blackberry und Sauvignon Blanc, die netzbestrumpften Beine grazil übereinandergeschlagen, fing sie an, sich sicher zu fühlen. Neugierig blickte sie sich um, während sie mit elegant abgewinkeltem kleinem Finger an ihrem Wein nippte. Ein Cocktail aus Abenteuerlust und schelmischer Scheu blitzte in den graugrünen Augen, während sie mit sehnsüchtigem Lächeln Nachrichten in ihren Blackberry tippte. DDDDDDDDDRRRRRRRRRRRIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNG, schreckte sie das Klingeln des Apparats aus ihrer Gedankenflut. Erschrocken zuckte sie zusammen. Gleich einer Freilandrose, die ein elektrischer Blitz getroffen hat. Wer wagte es, die magische Intimität des Moments zu stören? „Blablablablabla“, tönte es mit der glucksenden Bubblegum-Stimme der Ur-Amerikanerin aus dem Telefon. Erika Weinstein, die amerikanische Marketingkollegin, schmatzte in breitem Amerikanisch in ihr empfindsames Ohr. Laut und lärmend. Ohne Pause. Nach zehn Minuten kam endlich die Essenz des wortreichen Geplappers zutage. Die Amerikanerin wollte wissen, wann der neue Armada-Katalog in den USA vorläge. Mit sehnsüchtigem Blick auf ihren Sauvignon Blanc blickte sie gequält. Warum nur musste es so viele Zeit-Banditen geben, die ihr Seelenleben auch noch am späten Abend okkupierten? Die Seelensauger des Modelabels Armada gönnten einem einfach keine Ruhe! Mit gestrenger Stimme schirmte sie sich ab gegen die falsche Freundlichkeit der Mitarbeiterin. „Erika. Ich bin in einem Meeting. Ich maile dir morgen!” Eilig, eloquent und elegant wimmelte sie die Kollegin aus New York ab, schließlich hatte sie Feierabend und ein Meeting. Mit Monsieur Sauvignon Blanc …
Die Stammtischrunde lauschte fasziniert, wie die aufsehenerregende Tischnachbarin mit wenigen, lässig klingenden Amerikanismen ihre Gesprächspartnerin abfertigte. Internationales Flair und kosmopolitische Kultiviertheit verströmte. Der Vollmond, die Sonne der Säufer, vertrieb mit benebelnder Beleuchtung die strahlende Helligkeit des Tages und tauchte die Atmosphäre im plötzlich weltlichen Schwabing in ein milchig-mildes Licht, in dem nichts unmöglich und alles möglich erschien. Eros war in Schwabing gelandet.

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