Kreuzweg – Friedhelm Mennekes Johannes Stüttgen Schröer Bernd Jansen Düsseldorf Photo Weekend 2015

Zum Duesseldorf Photo Weekend 2015 trafen sich Friedhelm Mennekes, Johannes Stüttgen, Carl Friedrich Schröer, Bernd Jansen, VA Wölfl zu einem Gespräch im Weltkunstzimmer.
(complet text: http://beuys.cultrd.us/weltkunstzimmer_podium_text.html) http://www.cultrd.us
Den Aspekt der Beuys´schen Aktionskunst aufgreifend, vermerkt Johannes Stüttgen, dass bei der Aktionskunst “etwas an einem selber vorgenommen werde” und an denen “die dabei sind”.
Und – nach Einwurf von Carl Friedrich Schröer – über das “Abendmahl” müsste man “sowieso” reden, wenn man über Beuys rede. Beuys habe kein Theater oder Schauspiel gemacht. Er beschäftigte sich mit Plastik und Skulptur. Und wenn man den [Beuys´schen] Begriff der Plastik verstehen wolle, könne man dies nicht auf dem Hintergrund der “herkömmlichen Definition” [von Plastik].
Sondern man müsse sich fragen “wie ist es [die Plastik] entstanden” – man müsse den “Ursprungspunkt” berücksichtigen [bei Beuys die Wärme] – wie es entstanden sei – wie es “zu einem Ergebnis” komme – wobei das Ergebnis nicht der “fixe Endpunkt” wäre. Dies wäre das Wesen der [Beuys´schen] Aktionskunst – das hieße aus den “fixierten Endstadien wieder in die Bewegung” – “in den Prozess” – zu kommen.
Aus einem “extremen Todespunkt” wieder zurück ins Leben.
Nach Johannes Stüttgen wäre im Zweiten [Zweifels] Fall das Ziel nicht offen. Im Zweiten [Zweifels] Fall “weiß ich, wohin ich will”. Die Frage wäre nur “wie komme ich dahin ?”. Und “ob nicht Hindernisse den Weg versperren und es zu einer umfassendern komplexen Sache” würde und käme – aber das wäre eine andere Frage [hier verweist er implizit/im Kontext auf/zu seine(n) Aktivitäten [Omnibus] bzgl. der Umsetzung des Ansatzes des von ihm u.a. angestoßenen Prozesses der “direkten Demokratie”].
Zum Beispiel frage er sich immer danach “warum sitze ich hier ? – was soll ich hier ?”. Er wäre eingeladen, um an einem “Gespräch teilzunehmen”. Das Gespräch müsste einen “Sinn haben” – das hieße nicht, dass “er irgendwo angekommen wäre” – aber es müsse “doch eine Bestimmung haben [das Gespräch]” – und “die generelle Bestimmung” wäre doch, dass “man Mensch werden will”.
Und “das wäre doch ein tolles Ziel – sich im Laufe seines Menchseins zu erfüllen – so dass man am Ende sagen könnte: Ja – das bin ich geworden”. Dieses Ziel “koennte man auch sehr leicht versäumen”. Darüber hinaus ließe sich “das Ziel aber nicht so konkret fixieren”.
Erläuternd zu seinen persönlichen Erfahrungen mit Beuys berichtete Friedhelm Mennekes hierzu, dass “Beuys u.a. zu ihm ins Zimmer kam und gleich sagte: Lass uns Spazieren gehen – denn wenn ich mit Dir laufe, bist Du auch gleich ganz anders – ganz offen”. Denn es gäbe auch “Weg-Gedanken” d.h. es wäre weder das Eine noch das Andere – und nicht das Ziel wäre entscheidend – sondern für die [den] Kunst[begriff] wäre die FRAGE [!] enscheidend – und für die Religion wäre die FRAGE [!] entscheidend – und nicht die ANTWORT – nicht das ZIEL – es ginge um die Dehnung [zwischen Weg und Ziel].
Nach Johannes Stüttgen spräche Friedhelm Mennekes zu oft von “Dogma” – Kunst wäre nicht dogmatisch – sondern es stelle sich die Frage in/nach einer “größeren Dimension” – sondern das “Kunstfeld ist die Eröffnung in eine neue Wirklichkeit [Möglichkeit], die wir noch nicht begriffen” hätten – insofern wäre “der Kunstbegrif der Begriff, der noch nicht begriffen wurde” – der “noch nicht begriffene Begriff” – das wäre sein persönliches Erlebnis [Erleben] – und das wäre auch seine ganz große Liebe zur Kunst – und “dass sich hier ihm [et]was eröffne, was er vorher noch nicht wusste”. Aber er wüsste genau “da wäre ein WEG”.
Diesbezüglich fügte fragend Carl Friedrich Schröer hinzu: “Die Diskussion der beiden über Ziel und Weg hätte nun eine gewisse Unschärfe-Relation erfahren” – und “wie will oder soll ich denn [et]was begreifen, was ich nicht begreifen kann [damit ich es begreifen kann]”.
Erklärend wiederum Johannes Stüttgen: “gerade das wäre das Geheimnis [der Kunst, des Kunstbegriffes]”.
Abschließend – nicht mehr fragend – Carl Friedrich Schröer hierzu: “Insofern wäre das [!] noch Scharlatanerie” – es ginge nicht um das “Geheimnis” – dafür hätten wir heute [akustisch undeutlich] die “Unschärfe”.
Den Beitrag beendend und abschließend konstatiert Johannes Stüttgen: “Das Kreuz ist eine ganz präzise Beschreibung [Repräsentation] unserer jetzigen gegenwärtigen [gesellschaftlichen] Lage, wo offenbar [all] die alten Lösungen nicht mehr funktionieren – wo man offenbar noch mal ganz runter muss – um an einem [neuen] Nullpunkt zu versuchen, eine neue Bestimmung und neue Begriffe zu entwickeln”. Und das wäre nach seiner Meinung das Bild [der Sinn] des Kreuzes [in der Gegenwart].

Weltkunstzimmer Bernd Jansen Carl Friedrich Schröer

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